Donnerstag, 23. Mai 2013

Keller Teil 4, Perimeterdämmung, Treppe


Die Außenwand wird blau.


Oben auf der Kellerdecke wird gerade Bewehrung für die Kellertreppe gebaut.  Ich dachte erst, dass die Treppe als Fertigelement geliefert wird, aber: Pustekuchen

Durchbruch für Abwasser

Equipment für die Kernbohrung im Waschkeller.

Teile der Schalung für die Betontreppe.



Abwasseranschluss an der geplanten Stelle.


Zum Schluss sollte noch die Dämmung auf die Sohlplatte aufgebracht werden, aber es hat dann so angefangen zu schütten, dass der Dämmungs-Spezi aufhören musste. Der Rest wird dann am Montag erledigt.

Der Beton für die Treppe trifft ein.





rüttel, rüttel.

ganz nette Spannweite




Sieht wie ne Teppe aus.



Kommentare:

  1. Eure Treppenstufen sind auch so schmal, wie bei uns. Das war Anfangs echt gewöhnungebedürftig, da die üblicherweise tiefer sind. Aber mittlerweile merk ich das nicht mehr.

    Aber nur noch mal für mein Verständnis, ihr sollte ne weiße Wanne bekommen? Die Dämmung müsste sich ja dann von unserem Keller unterscheiden, richtig? Den einzigen Unterschied, den ich grad erkennen kann ist, dass wir unseren Keller komplett bitumiert haben und bei euch nur punktuell um die Dämmung zu kleben.

    Wie genau sieht denn eine weiße Wanne aus?

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  2. Hi Nadine,

    die Treppenstufen sind in der Tat etwas schmal, aber ich denke mal das ist innerhalb der Norm. Mal schaun, was unser Gutachter nächste Woche dazu sagt.
    Man kann die Auftritte ja etwas verlängern, dann überlappen sich die Stufen etwas. Bei Holztreppen ist das ja normal, da überlappt ja die Vorderkante der darüberliegenden Stufe, die darunterliegende auch etwas. Darf man nur nicht übertreiben, sonst stößt man sich das Schienenbein.
    Thema Wanne: Ihr habt sehr wahrscheinlich eine schwarze Wanne.
    Eine weiße Wanne unterscheidet sich von einer schwarzen Wanne darin, dass spezieller wasserdichter, so genannter WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton)zum Einsatz kommt und die Wände etwas dicker sind. Bei uns sind es 20 cm, bei euch sind es wahrscheinlich 15 oder 16cm. Der Beton hat eine etwas andere Mischung, die etwas teurer ist und muss beim Gießen der Elemente sorgfältiger verarbeitet werden. Jeder Beton bildet beim Aushärten Risse aus. Beim WU-Beton dürfen diese Risse eine bestimmte Länge und Tiefe nicht überschreiten, sonst ist die Wand hinterher nicht dicht. Weiterhin macht eine weiße Wanne nicht nur der WU-Beton aus, die Verarbeitung der Elemente spielt auch eine Rolle. Die Stöße und Nahtstellen werden mit speziellem Mörtel und mit Dichtschlämme geschlossen. Da das aber auch nicht 100% dicht ist, werden die Nahtstellen mit Dickbeschichtung, in die nochmal eine Dichtbahn eingearbeitet ist, abgedeckt. Sieht man auf dem Zeitraffervideo.
    Das ganze soll dann so dicht sein, dass der Keller hinterher im Wasser stehen kann. Da keine extra Drainage vorgesehen ist, wird unser Keller später mal ca. 30-50cm im Wasser stehen. Solange es kein drückendes Wasser ist, reicht eine schwarze Wanne auch aus. Da ist dann der Beton selbst nicht wasserdicht genug, so dass er komplett mit Dickbeschichtung geschützt wird. Obwohl das bei sorgfältiger Ausführung im Prinzip auch wasserdicht sein müsste, reicht nach DIN eine schwarze Wanne nicht aus, wenn dauerhaft mit drückendem Wasser zu rechnen ist. In der Wikipedia ist das mit den Wannen auch ganz gut erklärt.

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  3. Ah ok, alles klar. Wir hätten die Bitumenschicht um den Keller eigenlich gar nicht gebraucht, da unser Boden total trocken ist, aber sicher ist sicher und ist ja auch alles selbstgemacht :-)

    Ich hatte immer gedacht, man kann den Unterschied zwischen den Wannen direkt deutlich sehen

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    1. Auf die Bitumenschicht außen kann man auf gar keinen Fall verzichten. Feucht ist das Erdreich (nicht nur nach Regen) ja immer. Früher oder später wäre die Wand dann nass. By the Way: sieht nur wie Bitumen aus, ist aber schon lange kein Bitumen mehr. Nennt sich jetzt KMB - kunststoffmodifizierte (Dick)Beschichtung. Die weiße Wanne hat nicht nur Vorteile. Die Wand ist zwar wasser- aber nicht diffusionsdicht. D.h. in gasförmigem Zustand, sprich: Wasserdampf kann durch. Je nach Wasserlast außen ist die Luftfeuchtigkeit in einem Keller mit weißer Wanne höher, als in einem mit schwarzer Wanne, alldieweil die KMB auch diffusionsdicht ist. Wenn die Wände im Keller verputzt werden sollen, dann muss der Putz das ab können. Wir werden die Wände aber nur streichen.

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  4. Ihr habt aber keine durchgängige Bitumenschicht und auch keine Noppenfolie, was mich immer wundert, denn so kann kein Wasser an den Wänden abfliesen, da die Dämmung ja glatt ist und keine Drainigerillen hat.
    Interessant, wie unterschiedlich das doch alles gemacht wird.

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    1. Die Noppenfolie kommt noch. Die bringen wir am WE an. Die Dämmung soll noch abgedichtet werden, so dass sie nicht von Wasser hinterspült werden kann (wobei ich bezweifle, dass das funktioniert). Drainagerillen an der Wandseite der Dämmung halte ich für sehr suspekt, es darf zwischen Wand und Dämmung kein fließendes Wasser geben. Es gibt kein besseres Kühlmittel als fließendes Wasser. Was sagt denn euer Gutachter dazu?

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  5. Nene, die Drainagerillen sind ja außen, steht sogar auf unseren Dämmplatten drau, welche Seite an die Wand kommt und welche nicht. Bei uns kann nie wieder irgendwas von der Kellerwand abfallen, da ist soviel Bitumen dran :-)

    Denkt dran, wenn ihr die Noppenbahn anbringt, braucht ihr etwas mit Gewinde, das sich schön reindreht. Bloß keine Nägel!

    Du meinst das Bodengutachten? Das schließt drückendes Wasser aus. Wie gesagt, unser Boden ist da unten furztrocken, nur Sand.

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  6. http://www.ebay.de/itm/400472004588?ssPageName=STRK:MESINDXX:IT&_trksid=p3984.m1436.l2649
    Ich hoffe, dass 200 Stück reichen.

    Lasst ihr euren Bau nicht von einem unabhängigen Gutachter wie z.B. vom VPB oder Bauherrenschutzbund überwachen?

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  7. Ja, die sind super, aber 200 Stück könnte knapp werden. Nö, wir überwachen den Bau selber :-) Wenn man keine Fremdfirmen da hat und keine Handwerker, was soll denn da überwacht werden?

    Außer ProHaus und den Klempnern war ja keiner da und die Abnahmen sind durch. Ich glaub nicht, dass sich das bei einem Fertighaus lohnt, wenn man eh alles selber macht. Wenn ich Zweifel an meine Ausführung habe, frage ich bei einem Bauprofi nach (haben wir in der Familie) und das reicht dann. Das Geld sparen wir uns.

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  8. Hallo Nadine! Hallo Falk!

    Ich wollte euch beiden für die Hintergrundinformationen danken, die ihr mit uns zum Thema Wanne geteilt habt. Als wir damals bauten, haben wir genau aus diesem Grund auf einen Keller verzichtet. Der Boden bei uns in Berlin-Spandau war schlicht zu feucht und der Grundwasserspiegel zu hoch. Deshalb war uns ein Keller mit Wanne einfach zu teuer. Nun fehlt er uns manchmal, es wäre nämlich schön einen Hobby- oder Partyraum zu haben.

    @Nadine: Toll, dass ihr einen Bauprofi in der Familie habt.

    Ich wünsche euch beiden noch viel Freude mit dem zukünftigen Eigenheim!

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