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Dienstag, 15. Oktober 2013

KW 41

Hier das Update der letzten Tage:
Mittlerweile sind wir mit dem Kabelziehen im OG soweit fertig, dass wir mit dem Beplanken der Wände anfangen können. Für das OG habe mich entschieden die Kabel, die über die Decke verlaufen, überhalb (bzw. hinter) der Dampfbremse zu verlegen. Im EG war es zwar ganz angenehm die Deckenlattung als Träger für die Kabel zu verwenden, Nachteil dabei ist aber, dass man an den Stellen wo das Kabel in eine Außenwand muss, oben an der Decke die Dampfbremse durchbrechen muss. Die ganzen Stellen abzudichten, bevor die Deckenplatten montiert werden, wird eine ziemliche Fummelei werden. Allerdings muss ich mir dann im OG Gedanken machen, wie ich den Durchgang des zentralen Kabelstrangs von der Decke aus herunter zum Elektroverteiler abgedichtet bekomme. Einen Tod muss man halt sterben...


Obwohl ich nochmal 200m Netzwerkkabel nachgekauft habe, hat es für die Trennwand zwischen Kinderzimmer 1 und 2 nicht ausgereicht. Ich kaufe aber kein weiteres Kabel. Da an den Wänden später sehr wahrscheinlich mal Schränke stehen werden, dürfte es nicht so tragisch sein, wenn an der Wand keine Netzwerkdosen sind. Außerdem sind Netzwerkkabel (bzw. teilweise Leerrohre) an den Ecken zur Außenwand vorhanden.
Insgesamt haben wir bis jetzt
  • 30m NYM-J 5x2,5mm², 
  • 200m NYM-J 3x1,5mm², 
  • 700m NYM-J 5x1,5mm², 
  • 650m Sat Koaxialkabel, 
  • 1200m Cat6 Netzwerkkabel 
  • 230m 4x2x0,6 J-Y(ST)Y (aka. Telefonkabel - Steuerleitung für Schalter)
  • mehr als 400m H03VH-H 2x1,5mm² (für Deckenspots und Treppenleuchten)
verlegt / gezogen. Ein Großteil der Netzwerk- und Koaxkabel sind aber erstmal nur optional, d.h. die Kabel liegen zwar in der Wand, Dosen werde ich an den entsprechenden Stellen nur bei Bedarf setzen. Zum Bespiel ist die Küche und Abstellkammer auch mit Netzwerkkabeln versorgt. Man weiß ja nie: wenn der nächste Kühlschrank selbst Nachschub ordern soll, braucht der ja viellecht doch einen eigenen Netzwerkanschluss. Geht zwar alles auch über WLAN, es geht aber nix über ne physikalische Verbindung...
Für die Steckdosenkreise habe ich fast ausschließlich 5er NYM Kabel verwendet. Über die zwei zusätzlichen Phasen lassen sich dann später schaltbare Kreise realisieren. Im Prinzip habe ich vor, Mehrfachdosen zu setzen, bei denen ein Teil abschaltbar ist, so dass es nach Verlassen des Hauses nie mehr die Frage gibt: "Habe ich das Bügeleisen jetzt ausgeschaltet oder nicht?" Natürlich muss man dann auch den Zentralschalter betätigen, der alle optionalen Kreise abschaltet. Aber auch das sollte später mal automatisiert machbar sein, Stichwort: Präsenzmelder. Da wir die Kabel für die Steckdosen quer in den Wänden verlegt haben, können später an fast jeder Stelle im Bodenbereich Steckdosen gesetzt werden, vorausgesetzt dass nicht gerade ein Wandstiel oder ähnliches im Weg ist.

Bei den verlegten Netzwerkkabeln wären theoretisch 88 Anschlüsse machbar, bzw. 44 Doppeldosen, da ich die Kabel immer paarweise verlegt habe.

 OK, sieht etwas wüst aus, aber die Kabel sollen später mal sowohl für das Bad, als auch für das Schlafzimmer herhalten.
Kabelverlauf in der Decke

Weiter gibt es noch zu berichten, dass endlich mit dem Verputzen des Hauses angefangen wurde. Zumindest ist der Armierungsspachtel schon mal aufgetragen und das Haus sieht damit nicht mehr so grau aus.
Am Dienstag habe ich extra noch eine Wasser-Verteilung gebastelt, so dass die Verputzer draußen Wasser zapfen können und wir drinnen trotzdem noch Wasser für unser Bauklo haben.
Die Terminvergabe von den Verputzern war auch so ein Hickhack. Ich wollte mir extra einen Tag frei nehmen, um die Jungs einzuweisen, bzw. Besonderheiten abzuklären. Bis kurz vor knapp war aber nicht zu erfahren, wann die Verputzer kommen. Nachdem der Termin mehrfach verschoben wurde, war schlussendlich KW41 als Termin genannt worden. Auf Nachfrage ob der Trupp dann am Montag anrückt, wurde geantwortet, dass es wohl Mittwoch wird. Nachdem ich am Dienstag Urlaub für Mittwoch beantragt hatte, bekam ich Nachmittags einen Anruf, dass die Kolonne doch erst Donnerstag anrückt. Mein Chef hatte den Urlaub schon abgenickt... Also Urlaub wieder gecancelt und für Donnerstag neu beantragt. Am Mittwoch bekomme ich um 13.00Uhr einen Anruf aus dem ich vage entnehmen konnte, dass die Verputzer unterwegs sind und ca. 16:00Uhr an der Baustelle eintreffen. Vage deshalb, weil mein polnisch nicht so besonders gut ist. Also eher Feierabend gemacht und nach Hassenroth gedüst. Cool: wenn man vor 15:00Uhr unterwegs ist, kann man auf der A3 schneller als 60km/h fahren. Wusste garnicht dass das geht.
Die Jungs waren dann auch tatsächlich vor 16:00Uhr da. Insgesamt waren es drei Leute, wie angedeutet aus Polen, der "Chef" konnte aber ganz gut deutsch. Zumindest hoffe ich mal, dass er alles verstanden hat, was ich ihm erklärt habe. Nach meiner Ankuft wurde ich erstmal befragt, wo die restlichen Eckschienen sind, die für die Armierung gebraucht werden. ??? Ich habe zu verstehen gegeben, dass ich davon ausgehe, dass der Trupp das Material selbst mitbringt. Der Chef schüttelt den Kopf und zeigt auf die drei Paletten mit Spachtelmasse und Fertigputz, die in userer "Hofeinfahrt" stehen. Auf seine Frage, wo denn der Lieferschein dazu ist, habe ich ihm zu verstehen gegeben, dass das Material gestern noch nicht da war und ich angenommen habe, dass sie das mitgebracht haben. Nöp. Eckschienen??? Oh Mann. Er hat dann angefangen rumzutelefonieren und schlussendlich dann doch noch Eckschienen im Sprinter gefunden. Seine Gefolgsleute waren zwischenzeitlich bereits mit Anschleifen des Styropors und Abkleben der Kanten beschäftigt. Nachdem ich gesehen habe, dass die Eingangstür bereits mit Schutzfolie abgeklebt war, habe ich beschlossen, den Rest des Tages baufrei zu nehmen und habe mich getrollt.
Den freien Donnerstag habe ich dann genutzt, mal wieder Dokumenten-Ablage zu machen und diverse - ausnahmsweise mal nicht Bau-relevante - Dinge zu organisieren. Morgens hat es noch geregnet, aber gegen 10 Uhr hat es dann aufgehört und ab Mittag war das Wetter dann richtig schön. Also sind Sabrina und ich Abends auf die Baustelle gefahren, um den Fortschritt in Augenschein zu nehmen. Allerdings war die Enttäuschung groß. Am Donnerstag war offenbar keiner auf der Baustelle. Der einzige erkennbare Fortschritt waren die abgeklebten Fenster und Kanten, was aber sehr wahrscheinlich am Donnerstag noch gemacht wurde. Am Freitag Abend war dann zu sehen dass die Jungs wohl nochmal da gewesen sein müssen, da einige Kanten mit Armierungsgewebe versehen waren. Um so überraschter waren wir, als wir am Samstag Mittag auf der Baustelle ankamen und alle Styroporteile komplett mit Spachtelmasse bedeckt waren.
Dann müssen die wohl am Samstag in aller Herrgottsfrühe auf dem Bau gewesen sein.
So sieht es dann jetzt aus:






Sonntag, 8. September 2013

KW 36

Diese Woche ging es wieder nur schleppend voran, da ich von Dienstag bis Donnerstag abends allein auf der Baustelle war, um den Kabelwust am Schaltschrank im OG zu bändigen.
Da ich vorhabe, einige der Steckdosenkreise und alle Lichtstromkreise über Relais zu steuern, musste ich mir erstmal Gedanken machen, wie ich die Kabel einziehe, so dass man sie später an den entsprechenden Relais-Ausgängen anschließen kann, deren endgültige Position noch nicht feststeht. Reihenklemmen kommen nicht in Frage, da die zu viel Platz wegnehmen und außerdem auf die Masse hochgerechnet zu teuer sind. Zufällig habe ich im Internet von Wago Halterungen für Dosenklemmen entdeckt, die man auf Hutschienen aufstecken kann. Mit runden 10€ für 30 Halterungen ist man da halbwegs bezahlbar dabei.


 Ausgangslage

 Hutschienen-Halter für Wago Dosenklemmen.

Sieht schon etwas ordentlicher aus.

Ich habe noch ein weiteres Trennrelais eingezogen um die Rollladensteuerung für das EG zu unterteilen.
Im Flur wird es dann später zwei zentrale Taster geben, einer für das EG und einer für das gesamte Haus.
Der Zentralschalter im Wohnzimmer übernimmt dann nur die Gruppensteuerung in Wohnzimmer und Küche.
Die Ansteuerung dafür soll dann später auch der µC machen, so dass das Trennrelais zur Unterteilung der Gruppen eigentlich nicht nötig ist. Ich bin aber Schisser. Wenn in der Programmierung des Arduino ein Fehler sein sollte, verhindert das Trennrelais zuverlässig, dass die Rohrmotoren gleichzeitig AUF und AB Befehl bekommen.
Nachdem ich die Kabel für die Rollläden wieder angeklemmt hatte, habe ich beim Testen gemerkt, dass etwas mit dem Motor für Fenster 1 (Bad EG) nicht stimmt. Offensichtlich hatte der seine untere Endlage "vergessen". Beim Versuch die Endlage wieder einzustellen, stellte sich heraus, dass das ein dauerhafter Fehler ist, sprich Endlage eingestellt, Fenster wieder hoch gefahren, beim Runterfahren hält er wieder nicht an der eben eingestellten Stelle an. Klarer Fall für die Gewährleistung. Ich hab mal gegoogelt, ob das evtl ein häufiger Fehler der Jarolift-Motoren ist, konnte aber keinen Hinweis darauf finden. Hilft uns jetzt nicht wirklich weiter, aber ich hoffe dass es bei einem Einzelfall bleibt. Schließlich haben wir insgesamt 7 von den Motoren verbaut und der Austausch eines Rohrmotors ist nach Fertigstellung des Innenausbaus auch keine angenehme Sache.
In diesem Zusammenhang kann ich nur jedem Selberbauer den Rat geben, am Anschlusskabel des Motors noch eine Schlaufe zu lassen, um im Falle eines Motortauschs etwas Spielraum zu haben.
Bei uns gehen die Kabel derzeit direkt neben dem Motor durch den Wandstiel nach "draußen" und wenn man das Kabel press am Rahmen abschneiden muss, bekommt man nie wieder einen neuen Motor rein. Vor dem Beplanken werde ich das auf jeden Fall noch ändern. Insofern bin ich froh, dass der Motor jetzt schon kaputt gegangen ist

Sabrina hat am Freitag noch weitere Kabel für das Bad im EG gezogen, so dass die Elektrik im EG damit jetzt (hoffentlich) fertig ist. Damit konnten jetzt fast alle Außenwände im EG gedämmt werden. Es sind nur noch zwei Bereiche frei. Einmal im Bereich der geplanten Wanddurchführung für den Kamin (was ich bereits im letzten Post erwähnt habe) und im Bereich der Garderobe, wo die Abluft unserer KWL nach draußen soll. Wir haben eine neue Ablufthaube bestellt, da die von Pluggit gelieferte an Hässlichkeit nicht zu übertreffen ist. 

schlimme Augenwurst...

Sabrina war mit dem Dämmen der Wände wieder rasend schnell fertig, so dass wir doch am Sonntag tatsächlich mit dem Beplanken der Wände anfangen konnten.
Wir haben mal mit dem leeren "Wandgerüst" des Bades im EG angefangen. 
Da beide Wände einen ziemlichen Bogen machen, haben wir auf der nach außen gewölbten Seite mit Latten gegengedrückt und diesen (jetzt in die entgegengesetzte Richtung krummen) Bogen beplankt und verschraubt. Wenn man die Latten anschließend wieder entfernt, biegt sich der Bogen wieder zurück. Auf diese Weise haben wir Wände mit gerade mal 1mm Abweichung auf 2,5m Länge hinbekommen. Das ist für meinen Qualitätsanspruch ultragerade.


Irgendwie sieht der Kubus, der jetzt bei uns im Flur parkt, wie ein Fremdkörper aus. 

Wir haben von unserem Ausbauberater den Tipp bekommen, bei den nichttragenden Innwänden oben über den Türen langs Spanplatten zu setzen, die über zwei angrenzende Felder gehen. 


So bekommt man mehr Stabilität im Bereich der Tür. Außerdem habe ich über dem Türauschnitt noch einen weiteren Querbalken gesetzt. Der dient weniger zusätzlicher Stabilität, sondern ist eher als Reserve gedacht. Bei einigen Hausbauern ist der fertige Estrich später so hoch, dass die Türen gekürzt werden mussten. Das klappt aber nicht immer, so dass man der Einfachheit halber den Türausschnitt noch oben vergrößert. Mehr als 5cm sind da aber nicht drin, da der Querbalken halt nicht dicker ist. Ich habe jetzt noch einen oben drauf gesetzt so dass wir 10cm Spielraum haben, wenn nötig. Und, Premiere: Die Balken sind mit Holzleim geklebt. Leim sägt sich leicher als gehärtete Schrauben ;-)




Anschließend haben wir noch den Bereich rund um das Bauklo in der Abstellkammer beplankt, da dieses dazu wieder demontiert werden musste.
Im Ausbauordner steht, dass man erstmal mit Bereichen, an denen man ganze Platten verbauen kann, anfangen soll, aber wir konzentrieren uns erstmal auf die kniffeligen Stellen und machen später "Meter".
Um später genau zu wissen, wo sich die Kabel für die Hohlwanddosen befinden, empfiehlt es sich ja, alles vor dem Beplanken zu fotografieren. Wenn man sich die Abstände der Wandstiele nicht vorher notiert hat, sind die Fotos allerdings nicht immer 100% hilfreich. Wir haben uns aus einer Richtlatte eine Messlatte gebastelt und fotografieren die immer mit. So kann man aus dem Raster ziemlich genau die resultierende Position in der Wand ermitteln.




Einige der Steckdosenleitungen habe ich quer durch die Wand gezogen und zwischen den Wandstielen Schlaufen gelassen. Auf die Art kann man später in fast jedem Bereich eine Steckdose nachrüsten. Einfach Loch für Dose bohren, Schlaufe rausziehen, durchtrennen und die Steckdose einschleifen.

Montag, 2. September 2013

KW 35

Die letzten Tage waren etwas durchwachsen, was unser Vorankommen auf der Baustelle betrifft. Im Prinzip kämpfen wir immer noch mit der Elektrik und ich mache mir langsam auch Gedanken, den Umfang der Verkabelung vielleicht doch etwas einzuschränken. Der Vollständigkeit halber hier trotzdem mein Bericht:

In der Zwischenzeit gab es mal wieder diverse Post.
1.) Post vom Bauamt. Es werden 85,-€ für die Rohbaubesichtigung fällig.
2.) Post von der Entega (unser Baustrom-Energielieferant). Für angeblich verbrauchte 700kWh Baustrom ist eine Nachzahlung von 11,27€ fällig und unser monatlicher Abschlagsbetrag erhöht sich von 108 auf 125€.
Keine Ahnung wie die auf die 700kWh kommen. Die sollen zwischen dem 15.5. und 20.7. verbraucht worden sein. Habe zufällig am 11.8. den Zählerstand fotografiert, da waren es für kanpp drei Monate 300kWh. Auf der Abrechnung steht hinter den 700kWh *maschinell hochgerechnet - aha. 
Entweder ich rufe da mal an und frage, was das soll oder wir bekommen am Ende eine hübsche Rückzahlung. Der Baustrom kostet übrigens knappe 29ct pro kWh und es gibt keine Möglichkeit für selbigen den Anbieter zu wechseln.
3.) Die erste Post in Hassenroth! Wir haben zwar weder einen Briefkasten noch eine Hausnummer, doch das hat den Briefträger nicht davon abgehalten uns den Brief an die Haustür zu klemmen. Selbiger kam vom Inkassobüro der Prüfstatiker. Irgendeine Pappnase hat das Anschreiben an unsere Adresse in Dieburg hinten einsortiert, so dass im Sichtfenster der Text der Rechnung zu sehen war. Praktischerweise stand da die Adresse des Bauvorhabens (ohne Hausnummer). Tjaa - kleines Nest - kurze Straße - das können wohl nur die "Neuen" sein.
Unerfreulicher Inhalt des Schreibens war eine weitere Rechnung über 1360,-€, so dass sich die Kosten für den Prüfstatiker mittlerweile auf über 2600,- summieren, also ziemlich dicht an dem Wert, den ich befürchtet hatte. Sprich: Kostenschätzungen von ProHaus mal Faktor 3 ergibt die tatsächlich anfallenden Kosten.

Zurück zur Baustelle:
Ich habe alle Einzelkabel der Deckenspots von Wohnzimmer und Küche (54 Stück...) vom Wohnzimmer in die Abkastung in den Flur gezogen. Die haben gerade so durch die zwei 28er Löcher gepasst, die ich dafür gebohrt hatte. In die Säule kommt dann ein kleiner Schaltkasten in dem ich dann die Leuchten zu Gruppen zusammenfassen werde. Wir haben die Leitungen erst nachträglich nummeriert, da die Beschriftungen das Durchziehen durch die Löcher eh nicht überstanden hätte, bzw. genauer gesagt hat sich Sabrina darum gekümmert. Also jedes einzelne Kabel mit einer Fassung versehen, Birne dran, anschließend jedes Kabel einmal kurz unter Spannung setzen und schaun, welche Lampe grade leuchtet und Nummer auf dem Kabel vermerken. Für die Nummerierung habe ich solche Kabelmarkierer besorgt:

Wer genau hinschaut, dem fällt auf dass die 2 fehlt. Ebay-Kauf. Beim Verkäufer reklamiert und um Nachlieferung der 2er gebeten. Der Verkäufer bietet an, dass er den unbrauchbaren Artikel komplett zurücknimmt und mir den Kaufpreis erstattet. Toll, die Rücksendung per Brief kostet 2,40€ - der Satz Kabelmarkierer 2,45... War aber trotzdem nicht ganz so tragisch, da ich drei verschiedene Größen bestellt habe und von dem Fehler nur die mittlere Größe betroffen war, die eh für nix zu gebrauchen war.

Ich konnte es mir nicht verkneifen mal ein Paar Lampen anzuschließen, genauer gesagt 22 Stück, da ich keinen passenden 12V Trafo parat hatte und die Lampen dann in Reihe an 230V angeschlossen habe.
Sieht schon ganz nett aus.



Weiterhin habe ich acht Leerdosen für Außensteckdosen gesetzt. Leerdosen deshalb, da ich außen an der Wand keine Aufputz-Steckdosen haben möchte. Eigentlich sollte man dafür Kaiser Econ Styro 55 nehmen, die sind speziell dafür entwickelt. Mit über 6€ pro Dose sind die mir aber zu teuer, so dass ich normale winddichte Hohlwanddosen genommen habe. Allerdings "echte" winddichte mit Gummimembran und nicht die komischen Teile, die von ProHaus als winddichte Dosen mitgeliefert werden. (Habe grade kein Foto von denen - das reiche ich noch nach)


 Eine "echte" winddichte Hohlwanddose.

Die erste Dose habe ich noch mit Dampfbremsfolienkleber eingeklebt, habe mich dann aber umentschieden, da der Kleber auch nach dem Trocknen noch elastisch und vor allem klebrig bleibt und ich nicht weiß, ob sich das mit dem Putz verträgt, der hoffentlich dieses Jahr noch auf das Styropor kommt.
Die restlichen Dosen habe ich folgendermaßen eingesetzt:
1.) Loch für Hohlwanddose in das Styropor schneiden und aushöhlen
2.) zwei 9mm Löcher durch die Wand bohren, eins gerade durch und das zweite mit leichter Steigung nach oben. 
3.) Durch das Loch mit der Steigung wird das Kabel gezogen. Sollte die Dose nicht 100% dicht sein, wird durch die Steigung des Kabels zur Wand hin vermieden, dass Wasser in die Wand läuft.
4.) Kabel in Hohlwanddose einfädeln und Hohlwanddose einsetzen. Dose gerade ausrichten und Befestigungsklammern leicht anziehen.
5.) Kabel außen und innen mit Kabelbinder sichern.
6.) Durch das andere Loch jetzt den Hohlraum mit Bauschaum füllen. Die Kabelbinder sorgen dafür, dass die Dose nicht durch den Druck des sich ausdehnenden Bauschaums herausgedrückt wird.

Damit sollte die Dose wirklich dicht im EPS sitzen



Weiterhin haben wir zusätzliche Kabel in die Rollladenkästen eingezogen, da ich an den Fenstern Richtung  Süden und Westen später gerne Raffstores anbringen möchte (falls noch Kohle dafür übrig ist - also irgendwann 2020...) Wenn die Sonne richtig reinknallt hat man bei den Rollläden ja nur die Wahl zwischen ziemlich zappeduster oder mehr oder weniger voller Bestrahlung. Raffstores bieten die Möglichkeit Licht ohne direkte Sonne reinzulassen. Naja, wahrscheinlich werden wir uns einfach dran gewöhnen, wie fast alle und dieses Projekt wird nie verwirklicht. Egal, Kabel liegt im Kasten und wartet auf Anschluss.



Kleines Detail der Holzfenster. Im Werk wohl beschädigt und eben mal schnell drübergestrichen.
Ich würde mich jedenfalls nie wieder für Holzfenster entscheiden, weil die einfach viel zu empfindlich sind. Zumindest die von Gussek braucht man nur scharf anzuschaun und schon is ne Macke drin.

Des Weiteren haben wir im EG die Abluftleitungen in die Wände gezogen (je 1x Küche und Abstellkammer und 3x für Abluft OG).
In der nichttragenden Wand habe ich die Leitungen wie von Pluggit vorgesehen durch den Obergurt gezogen, wobei es ganz schön kniffelig war 60mm breite ovale Löcher in das nur 70mm breite Holz zu bekommen.



Unten habe ich das Holz komplett weggeschnitten, damit die Bögen auf dem Boden aufliegen und später in der Dämmung unter dem Estrich verschwinden können.



Bei den Luftleitungen für das OG habe ich den Untergurt ausgeschnitten. An der Stelle halte ich das für vertretbar, da direkt nebendran der senkrechte Stahlträger verläuft, auf dem wiederum der Stahlträger für die Decke in der offenen Küche und der Wohnzimmertür aufliegt. Außerdem geht es nur um den Untergurt, d.h. die Wandstiele bleiben unangetastet, so dass die Statik nicht beeinträchtigt wird.




Im oberen Bereich verlassen die Rohre allerdings die Wand, da ich mich schwer hüten werde, den Obergurt dort in einem so breiten Bereich aufzuschneiden. Die Öffnung für die Durchführung haben wir schon vor dem Anbringen der Deckendämmung gemacht - natürlich außerhalb der Balkenlage. Das heißt im Klartext, dass da wieder eine neue Abkastung gebaut werden muss...

Immerhin haben wir die Kabelage jetzt soweit fertig, dass Sabrina die Wände in der Küche und im Wohnzimmer dämmen konnte. Allerdings auch nicht ganz, da auf der Westseite vorerst noch ein Bereich frei bleibt, da wir uns entschieden haben, den Kamin doch auf Traufseite im Wohnzimmer aufzustellen.
Dafür brauchen wir dann erst einmal eine passende Wanddurchführung, die unser Schorni auch absegnet.
Unser Bezirksschornsteinfegermeister macht aber einen ganz netten und vor allem kooperativen Eindruck. Er war letzten Mittwoch auch auf der Baustelle, damit ich ihn zu unseren Plänen befragen konnte. Sollte eigentlich alles machbar sein, so wie wir uns das vorstellen. 








Zum Abschluss noch ein Bild der Situation auf dem Spitzboden, wo alle Leerrohre, Netzwerk- und Sat-Kabel zusammenlaufen. Sieht aber schlimmer aus, als es ist ;-)

Montag, 19. August 2013

KW 33, Elektrik

Die letzte Woche waren wir nicht jeden Tag auf der Baustelle, bzw. ich habe nicht jeden Tag direkt am Bau gearbeitet. Diese Woche wird auch nicht besser, da ich dienstlich zwei Tage in München bin.

Am Dienstag habe ich noch einmal ein Mail an Frau Bernholz geschickt, da sich bezüglich unserer Sockelisolierung immer noch nix tut. Langsam habe ich die Schnauze aber voll von der andauernden Nachfragerei. Jedes mal bekommt man eine andere Auskunft oder wird wieder nur vertröstet. Das ist jedenfalls die letzte Aktion dahingehend. Wenn das jetzt wieder im Sande verläuft, unternehmen wir vorerst nix mehr. Vielleicht fällt im Winter mal jemand bei ProHaus auf, dass das Gerüst bei uns immer noch steht und noch keine Meldung von uns eingegangen ist, dass wir die Sockelisolierung erledigt haben und endlich verputzt werden kann.

Am Mittwoch ist das restliche Zubehör für den Arduino µC eingetroffen, so dass ich mal einen ersten Test machen konnte, ob sich die Steuerung so programmieren lässt, wie ich es mir vorstelle. Der geborene Programmierer bin ich auch nicht gerade, aber ich wurschtel mich halt so durch. Zumindest habe ich es hinbekommen, dass er mehr als einen Schalter gleichzeitig abfragt und den entsprechenden Ausgang aktiviert. Zur Programmierung der Zentral-AUS-Funktion bin ich nicht mehr gekommen, da es schon nach Mitternacht war. Das habe ich dann aber zusammen mit einem Arbeitskollegen in der Mittagspause am Donnerstag nachgeholt. Für den ersten Einsatz ist die Programmierung damit schon fertig: 24 unabhängige Ein- / Ausgänge, plus ein Eingang, über den die AUS-Funktion geschaltet wird, sollten für den Anfang reichen. Ich habe sowieso noch einen weiteren Controller bestellt, den ich zum Testen neuer Funktionen nehmen kann. Der kann dann auch als Ersatzgerät herhalten, falls Nummer Eins ausfällt. Wäre halt doof, wenn nirgends im Haus das Licht geht, nur weil der Controller ausgefallen ist.


Test-Umgebung

Am Freitag gab es dann tatsächlich eine Antwort von Gussek + Wolts zum Thema Sockelisolierung. Diesen Mittwoch kommt am späten Nachmittag der Kundendienst von G+W vorbei und entfernt 30cm der Perimeterdämmung, so dass wir die Sockelisolierung vornehmen können. Da hatte ich die Aussage von Herrn Thape am 19.6. anders in Erinnerung, O-Ton: "Ihr könnt die Postkarte mit der Sockelisolierung jetzt schon abschicken, die Sockelisolierung übernimmt ProHaus, so dass das Haus demnächst schon verputzt werden kann." Na toll!!!
Mittwoch ist ziemlich doof, weil ich da ne Schulung habe und nicht eher Feierabend machen kann. Mal schaun, was G+W unter "später nachmittag" versteht.
Wie wir die Dichtbahnen genau anbringen sollen, ist mir immer noch ein Rätsel, da sich unser Wand-Aufbau von dem eines Hauses mit Klinkerfassade gravierend unterscheidet. Im Ausbau-Ordner wird auf diese Version jedenfalls nicht eingegangen.





Ansonsten haben wir weiter an der Elektrik gearbeitet. Ich habe mich hauptsächlich um die Verdrahtung des Verteilerschranks im OG gekümmert und Kabel eingezogen und Sabrina hat die restlichen Jalousiemotoren verkabelt und Leitungen für Deckenspots im Flur und im Bad sowie für die Rauchmelder im EG gezogen.


 Kleines Deckenspotkabel-Massaker

Im Keller laufen schon seit Ende Juni verschiedene LED-Spots im Dauerbetrieb. Die von mir geplanten LEDs sind nicht unbedingt die teuersten. Ich habe letztens im Hellweg Leuchten mit LEDs gesehen, bei denen nur noch vereinzelte Lampen gingen. Bei näherer Betrachtung ist mir dann aufgefallen, dass über 80% der LEDs bereits ausgefallen waren. Das gibt natürlich "Hoffnung", so dass ich meine LED-Spots jetzt schon mal teste. Wenn von 100 gekauften Leuchten 80 Stück kurz nach Ablauf der Garantie ausfallen, wäre das ein kleines Desaster.



In der Wand der Abstellkammer liegen bereits 4 Netzwerkkabel. Ob ich die wirklich brauche, sei mal dahingestellt. 


Netzwerkkabel-"Spender" auf dem Spitzboden

Eigentlich wollte ich nur Leerrohre für den Fall der Fälle einziehen. Der Netzwerkverteiler kommt aber auf den Spitzboden, so dass die Kabel in der Wand bis ganz nach oben gehen sollten. Um Leerrohre einziehen zu können, sind meine Bohrer mit 48cm Länge aber zu kurz. Zähneknirschend habe ich dann mal noch zwei längere bestellt. Um die Wand in der Kammer trotzdem fertig zu bekommen, habe ich dann halt wohl oder übel Kabel eingezogen, obwohl ich die wahrscheinlich nie brauchen werde. Ein Kabel für eine Außensteckdose auf der Nordseite habe ich dann auch gleich noch verlegt.

Die Zentralsteuerung der Rollläden ist auch schon fertig, so dass wir jetzt jedes mal beim Verlassen des Hauses alle Schotten dicht machen können, wenn wir wollen.




Sabrina hat am Sonntag dann noch damit angefangen, den Splitt, der im Randbereich rund ums Haus verteilt war, wegzumachen. Teilweise ist der Keller schon relativ hoch angefüllt, obwohl ich den Erdbauern beim Verfüllen gesagt habe, dass maximal bis 30cm Unterkante Kellerdecke aufgefüllt werden soll. Wenn die Jungs von G+W am Mittwoch kommen, werden die den Aushub wohl kaum getrennt lagern.