Montag, 4. März 2013

Bemusterung

Heute hatten wir endlich unsere Bemusterung. Wir waren schon gespannt wie die Flitzebögen.
Dass die Location ein Stück hinter dem Gussek-Bemusterungszentrum liegt und etwas unscheinbar wirkt, wurde ja bereits in anderen Blogs berichtet.
Wir wurden von unserem Ausstattungsberater, Herrn Nee, herzlich empfangen und wie es in Deutschland halt so üblich ist, ging es gleich zur Sache.


Als estes ging es an die Plan-Besprechung, wo hauptsächlich Dinge, wie die Öffnungsrichtungen der Fenster und Türen besprochen wurden.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die Keller-Außenwände nur mit 15cm Dicke im Plan eingezeichnet wurden, obwohl wir ja eine "weiße Wanne" (also einen wasserdichten Keller) bekommen, bei dem die Wände normalerweise mindestens 20cm dick sind. Das wurde dann gleich mal korrigiert. Ich habe die letzten Tage so oft auf den Plan geschaut, dass mir das nicht vorher aufgefallen ist, ist mir ein Rätsel. 

Ich hatte mir im Vorfeld zu bestimmten Themen schon Notizen gemacht und auch einige Sachen der Bauleistungsbeschreibung markiert, die ich näher erklärt bekommen wollte.
Durch die vielen Details, die wir gleich zu Anfang besprochen haben, hatte Herr Nee die Befürchtung, dass es ein langer Tag werden könnte. Ja, ich gebe zu, manchmal etwas sehr detailverliebt zu sein (vorsichtig ausgedrückt..).

Ein Punkt war die Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL). Die Avent P300 von Pluggit hat standardmäßig einen Sommer-Bypass. Juhu!! Damit wird im Sommer der Abluft aus dem Haus eben nicht die Wärme entzogen und das Haus heizt sich über den Wärmetauscher nicht noch weiter auf. Ich habe mir schon mal die Bedienungsanleitung runtergeladen. Man kann bestimmte Grenzwerte einstellen, d.h. hat die Temperatur im Sommer einen bestimmten Wert überschritten, schaltet die Avent auf Sommer-Bypass, sofern die Außentemperatur niedrig genug ist. Ist das Haus dann kühl genug, schaltet die Anlage wieder zurück.
Ich hoffe, dass ich der Anlage noch ein bißchen unter die Arme greifen kann, weil ich die Zuluft über einen Erdwärmetauscher leiten werde. Der wärmt die Zuluft im Winter bei Minusgraden leicht vor und kühlt die Außenluft im Sommer etwas ab. Zuviel darf man sich davon allerdings nicht erwarten, nach PHLuft hat das Rohr bei ca. 30m Länge maximal 350W Leistung.
Was mich aber aufregt ist, dass keine Überströmöffnungen für die KWL geplant sind. 
Überströmöffnungen??? WTF??? Die KWL führt einigen Räumen frische Luft zu, um sie in anderen Räumen (meist Bäder und Küche) wieder abzusaugen. Fragt sich nur, wie die Luft dahin kommt. Dafür gibt es Überströmöffnungen. Diese verbinden die Räume lufttechnisch miteinander, unterbinden aber die Schallübertragung. Überströmöffnungen sind aber ne teure Angelegenheit, so dass man aus Kostengründen meist Luftgitter in den Türen verbaut oder die Türen unten einfach kürzt, so dass die Luft über diesen Spalt ausgetauscht werden kann. Dann zieht es aber unten an der Tür... Laut Herrn Nee gibts bei ProHaus nix davon und ich frage mich, wenn ich halbwegs dicht schließende Türen einbaue, wie kommt die Luft von A nach B?
Ich kann die Luftleitungen im Haus nicht einfach nach Gutdünken verlegen, dass muss alles genau berechnet sein, damit es gescheit funktioniert.    Bis ich die Tür zu mache... Ohne Worte! 

Wichtigster Punkt: Heizung
Wir werden jetzt doch eine Wärmepumpe verbauen. Unser Heizungsbauer kann die Daikin Altherma Luvitype, die es auch über ProHaus gibt, günstiger anbieten.
Damit sind wir dann doch den Flüssiggastank los, der mir die ganze Zeit Kopfzerbrechen gemacht hat. Wenn es in Hassenroth Erdgasversorgung gäbe, wären wir beim Gas geblieben, da die laufenden Kosten dafür relativ niedrig sind und die Anschaffung konkurrenzlos günstig ist. Mit nem extra Flüssiggastank sieht das halt leider anders aus.
Die Heizung nebst Solaranlage fällt somit komplett raus. Unser Heizungsbauer meint, dass die Wärmepumpe im Sommer so einen guten Wirkungsgrad hat, dass sich eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung nie rentieren würde. Vorgesehen ist sie aber trotzdem. Wenn die Energiepreise weiter so steigen, wird sich das garantiert ändern.

Nach den technischen Details erfolgte die Auswahl der Fassadenfarbe.
Unser Haus soll weiß werden, mit grauen Fenstern und einem dunkelgrauen Dach.
Das weiß sollte so hell wie möglich sein, meine Assoziation dafür wäre schneeweiß.
Schneeweiß jibbet bei den Caparol-Farben aber nit. Deshalb unser Farbton: hellweiß, Hellbezugswert: 89.

Ob wir danach die Dachziegel oder die Fenster ausgesucht haben, weiß ich nicht mehr, ich mach mal mit den Dachziegeln weiter. Anfangs wollte ich am liebsten flache Dachziegel. Dabei hat mich überrascht, dass die Braas Tegalit auch lieferbar gewesen wären, obwohl die nur bei Gussek ausgestellt waren. Da die Tegalit aber nicht in seidenmatt lieferbar sind, haben wir uns schlussendlich für die Doppel-S von Braas entscheiden, Farbton: Granit, seidenmatt.

Die Form der Dachsteine sieht so aus:
Dieser Ziegel hier hat eine andere Farbe (anthrazit, glaube ich).

Granit, seidenmatt sieht auf einer Frankfurter Pfanne so aus:
Die Holzverkleidung des Dachüberstandes und der Traufkästen wird bei uns basaltgrau, RAL 7012, genau wie die Fenster.

Diese sehen dann so aus:

Auf die Rollladengurte haben wir verzichtet, da ich überall selbst Rohrmotoren einbauen will.
(Jarolift - preiswert und hat trotzdem einen guten Ruf)
Bei den Griffoliven für die Fenster haben wir welche mit Druckknopf im Daumenbereich genommen. Laut Herrn Nee erhöht das den Einbruchschutz zwar nicht, aber ich glaube, dass es zumindest Gelegenheitsdiebe abhält, weil eine einfache Angel zum Öffnen des Griffs eines gekippten Fensters nicht ausreicht. Hat keinen Aufpreis gekostet und wird wohl kaum schaden. Unsere Außenfensterbänke werden silbern, genau so wie auf dem Bild zu sehen.
Die Innenfensterbänke werden aus kunststoffbeschichtetem Holz in schlichtem Weiß sein. Auf Granit oder ähnliche Faxen haben wir verzichtet.

Unsere Dachfenster sind außen anthrazit metallic, da basaltgrau dafür nicht lieferbar ist.
Auf ein Außenrollo für die Dachfenster haben wir verzichtet, da uns 1. der Aufpreis dafür zu hoch war, 2. die Fenster auf der Nordseite sind und 3. die Außenrollos leicht nachgerüstet werden können. Stromkabel für die Rollos werde ich jedenfalls vorsichtshalber schon mal verlegen.

Das nächste war die Haustür, diese hat das folgende Design (dummerweise nur von innen fotografiert):



Unsere Tür wird allerdings nicht in diesem Quietschorange sein, sondern auch basaltgrau, wie die Fenster, also so:



Auf den Edelstahl-Türschoner unten haben wir verzichet (Aufpreis 250€)

Der Drücker innen sieht so aus,

allerdings nicht Chrom, wie auf dem Bild, sondern Edelstahl.
Wir haben einen längeren Türgriff außen genommen. Kostet, glaube ich, 220€ Aufpreis und sieht so aus:



Die Verglasung der Türen und des Seitenteils wird Design Master-Carre sein, das sieht so aus:

Weiterhin haben wir die Vorbereitung für einen elektrischen Türöffner dazugenommen, Kostenpunkt: 80€.

Wen es interessiert, hier ein Schnittmodell der Hauseingangstür, noch mit Zweifach-Verglasung, die neuen Türen sind alle dreifach verglast.





Nächster Punkt: Innentüren

Wir nehmen die Lobo Verona PF5 in weiß (im neuen Katalog von Lobo heißt die Tür jetzt Pisa). Aufpreis pro Tür: 20€



Die Drücker sehen dann so ähnlich aus, wie die an der Tür montierten.



Die Doppeltür für das Wohnzimmer haben wir erstmal genau so genommen, die Aufpreise für Türen mit Glasausschnitt oder Ganzglastüren haben uns erstmal abeschreckt. Das können wir uns allerdings immer noch bis kurz vor Lieferung der Türen mit dem letzten Ausbaupaket anders überlegen.

Unsere Treppe wird weiß, mit braunen Stufen und Edelstahl-Geländerstäben.
In dieser Kombination ist die Treppe natürlich nicht direkt ausgestellt. Ich puzzle das hier mal zusammen.

Treppe weiß/braun mit Edelstahl-Geländerstäben (rechts):

Von der Ausführung her wird die Treppe in etwa so aussehen:



Mit eckigen Pfosten ohne Schnickschnack in weiß, so wie dieser hier:



Bei der Treppe hat tatsächlich nix Aufpreis gekostet.

Als nächstes kam die Sanitär-Installation dran.

ProHaus weist darauf hin, dass nach ENEV Wasserleitungen isoliert werden müssen, die Isolation aber Aufpreis kostet. Haben wir nicht genommen. Für den Aufpreis kann ich 13mm Isolierung kaufen, die Isolation der Aquatechnik-Rohre ist nur 6mm dick.

Die Badheizkörper haben wir abgemustert, da ich gerne solche kammförmigen haben möchte, wo also die "Sprossen" auf einer Seite offen sind. (googelt mal nach Zehnder Yucca).

Weiterhin gibt es immer noch den Makel (wie bei fast allen Fertighausbauern), dass es im Gäste-WC nur Kaltwasser, bzw. Warmwasser nur gegen Aufpreis gibt. Ich find's unmöglich, zumal wir im Erdgeschoss ein richtiges Bad und nicht nur ein Gäste-WC haben.
Der Aufpreis dafür wäre noch erträglich gewesen, ich habe es aber trotzdem nicht genommen, da wir das Material dafür anderweitig besorgen können, bzw. erst mal sehen müssen, wieviel beim Bauen überbleibt. Vielleicht reicht das ja auch so.

Wir haben noch eine Wasser-Außenzapfstelle für den Garten dazu genommen. Ich weiß jetzt allerdings nicht mehr, ob die Aufpreis gekostet hat oder nicht. Wenn ja, war es aber nicht viel.

Waschbecken: haben wir abgemustert. Wir werden richtige Waschtische montieren. Die gibt es bei ProHaus zwar auch, die Badaustattung für das Bad im EG haben wir schon und im OG werden wir zwei Waschtische oder einen Doppelwaschtisch montieren.

Dusche: an sich nicht schlecht, allerdings gibt es Unterputz-Armaturen auch gegen Aufpreis nicht. Ich wollte die Duschtasse weglassen, da wir bodengleiche Duschen bauen werden. Ein Auseinanderpflücken des Pakets geht nicht, außerdem ist die Glas-Trennwand für Bodenmontage angeblich nicht geeignet. Also haben wir die beiden Duschen auch abgemustert.

Badewanne: Irgendwo habe ich gelesen, dass die Standard-Badewanne ganz schön sein soll, meinen Geschmack trifft sie leider nicht. Die Aufpreise für schöne Badewannen sind so hoch, dass man, Abmusterungs-Gutschrift und Aufpreis zusammen gerechnet, locker auf 1000€ für ne schöne Wanne kommt. Mir ist schon klar, dass beim Weglassen auch das komplette Zubehör wegfällt. Da aber bei allen Wannen nur ein Stahlgestell und kein Styropor-Träger lieferbar ist, besorgen wir die Wanne für das OG lieber selbst. Ne brauchbare Dreieckwanne nebst Styropor-Träger kostet weniger als 500€. Ablaufgarnitur max 50€, Wannenrand-Armaturen gibts bei ebay schon ab 150€.

WC und Bidet: Hey! Es gibt schicke, die uns gefallen! Hersteller: Format-Design. Kannte ich nicht, is mir aber wurscht. Aufpreis pro Keramik: 96€, plus zwei mal 40€ für die WC-Sitze mit Absenk-Automatik.

Hier die Bilder, Bidet und WC:

 WC einzeln:

WC mit geschlossenem Deckel:

Das Urinal haben wir auch genommen, obwohl es mir jetzt auf dem Bild nicht mehr so gut gefällt. Ist zwar auch von Format-Design, so richtig passend sieht es aber nicht aus.



Irgendwie erinnert mich das verdächtig an ein Keramag Corso. Mal schaun, vielleicht besorge ich doch noch ein anderes. Gescheite Urinale sind aber sauteuer.
Wir haben aber trotzdem noch über 500€ gutgeschrieben bekommen, da wir in der ursprünglichen Planung in beiden Bädern ein Urinal hatten. Wir werden aber nur eins im EG verbauen. Die Armatur für die beiden Bidets haben wir auch weggelassen, da wir die später passend zu den restlichen Armaturen der Waschtische kaufen, die wir ja abgemustert haben.


Im Standard-Lieferumfang ist ja auch noch Zubehör für das Bad mit dabei.


Haben wir aber auch weggelassen. 
Einen Teil davon haben wir daheim (System Nie-Wider-Bohren), gibts in jedem gut sortierten Baumarkt. Unseren Handtuchhalter werfe ich nach Auszug aus der Wohnung weg, der ist fertig. Das restliche Material ist ganz OK, aber das beschaffen wir ganz zum Schluss.

Nächster Punkt: Fliesen. Da sage ich nur oh je. Liebe Nordhörner, schmeißt mal euere Standard-Fliesen raus. Die sehen ja aus, als wären die in irgend einem Restposten-Markt übrig geblieben. Dass es auch schicker geht, sieht man ja durchaus in der Bad-Ausstellung, kostet aber alles extra. Da an den Schubladen mit den aufpreispflichtigen Sachen der jeweilige Aufpreis nicht dranstand, hatten wir keine Lust, uns für 30 verschiedene Fliesen die Preise raussuchen zu lassen. Beim Abmustern gibt es 25€ Guschrift pro m². Schöne Fliesen gibt es schon ab 20€ pro m², mal schaun ob wir mit 5€ pro m² auch noch den Rest (Fliesenkleber, Fugenmasse, Eckleisten, etc.) besorgen können. Die Welt sollte es jedenfalls nicht kosten.

Restliche Bodenbeläge: haben wir auch abgemustert. Entweder legen wir Fliesen, Laminat oder es gibt Vinyl-Parkett. Wir haben daheim ein Muster, bei dem man genau schauen muss um zu sehen, dass es doch kein Parkett ist. Das soll evtl. im Wohnzimmer zu Einsatz kommen. Steht aber noch nicht fest.

Tapeten: Gibt es wirklich noch Leute, die im neuen Eigenheim Raufaser an die Wand machen? Wenn ich vorhab, die Hütte nachher zu vermieten, vielleicht. Wir wollen da aber selbst einziehen.

Elektro: Es gibt tatsächlich noch eine Welt jenseits von Busch+Jaeger Reflex si. Ich kann das Zeug nicht mehr sehen. Wenn man überlegt, in wieviel Prozent der Neubauten das eingebaut wurde und wird, dann dürfte ne einzelne Steckdose in der Herstellung nur ein paar Cent kosten.
Die verdienen sich dumm und dämlich an dem Zeug.

Gottseidank gibt es jetzt auch noch eine zweite Schalterserie: Berker S.1. Relativ schlicht, aber zumindest mal was anderes. Ob wir mit 45 Steckdosen im gesamten Haus hinkommen, will ich jetzt mal dahingestellt sein lassen. Is aber schon  mal ein Anfang.
Rauchmelder besorgen wir auch selber.


Dadurch, dass wir das Thema Fliesen abgekürzt haben, waren wir dann doch schon gegen 16:00 Uhr mit der Bemusterung durch.

Sorry, dass ich diesen Post so spät erst schreibe. Hatte die letzten Tage noch ein paar andere Themen zu bearbeiten. Kann sein, dass mir noch ein paar Details einfallen und ich den Post nochmal aktualisiere.

Hier mal noch ein paar zusätzliche Bilder aus der Ausstellung, die haben mit unseren Sachen nix zu tun.






Kommentare:

  1. Hallo... Schön, dass die Bemusterung bei euch so gut geklappt hat. Wir möchten auch eine Doppeltür zum Wohnzimmer... Wie teuer ist die denn in der "einfachen" Holzvariante?

    Viele Grüße,
    Rainer

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Rainer,

    die Doppeltür ist im Standard ohne Aufpreis enthalten, d.h. wenn ihr nur eine ganz normale weiße Doppeltür nehmt, kostet das nix extra. Für unsere dezeitige Planung haben wir jetzt 40€ Aufpreis bezahlt, also 2x20€ Aufpreis für die Version Verona. Wenn wir dieses Modell mit einem mittigen Lichtausschnitt kombinieren würden, würde das 668€ Aufpreis kosten.
    Falls noch weitere Fragen offen sind: gerne auch per Mail über die in den Kontaktinfos genannte Adresse.

    LG

    Falk

    AntwortenLöschen
  3. Hallo,
    ein schönes Bautagebuch habt Ihr da. Zudem kommen auch ein paar hessische Heimatgefühle auf.
    Es war interessant zu lesen, dass Ihr jetzt doch die Wärmepumpe genommen habt. Ich glaube, das ist sicher die bessere Alternative zum Gastank. Habt Ihr vielleicht auch darüber nachgedacht, statt der Solaranlage eine Photovoltaikanlage zu montieren? So würde die WP im Sommer mit dem selbst erzeugten Strom laufen und der deutliche Wärme(energie)überschuss wäre geringer. Muss man sich vielleicht mal durchrechnen.
    Viele Grüße und alles Gute beim Bau
    Sven

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Sven,

    ich habe leider eine Allergie gegen Fotovoltaik. Es ist nicht so, dass ich sie grundsätzlich nicht mag. Wenn die fossilen Energieträger eines Tages aufgebraucht sind, wird Fotovoltaik ein wichtiger Baustein in der Energieerzeugung sein. Ich finde es nur zum Kotzen, dass wir in Deutschland die weltweit höchsten Strompreise haben. Das ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass für private Einspeisung früher völlig absurde kWh-Preise gutgeschrieben wurden, bzw. immer noch werden, da für Bestandsanlagen immer noch die alten Vergütungssätze von bis zu 57,4 ct/kWh gelten. Für Anlagen ab 2011 gibt es jetzt "nur" noch ~20ct/kWh. Durch die Kürzungen der Einspeiservergütungen ist die Anzahl der neu in Betrieb genommenen Anlagen auch rückläufig.
    Außerdem will die Anlage auch erstmal finanziert sein und auf nen weiteren Kredit habe ich keinen Bock.
    Fotovoltaik zum Heizen zu nehmen ist gelinde gesagt Unsinn.
    1. Steht genügend solarer Gewinn nur in den Sommermonaten zur Verfügung, wo fast nur Energie für Warmwasser benötigt wird.
    2. haben durschnittliche Solarzellen einen Wirkungsgrad von weniger als 20%, Solarthermie kommt dagegen auf 60-75%.
    Im Winter wenn der Hauptenergiebedarf anliegt, haben sowohl Fotovoltaik als auch Solarthermie einen so geringen Ertrag, dass sich beide Energieformen zum Heizen nie rentieren.
    Ich fang die Sonne anders ein. Das Wohnzimmer ist nach Süden ausgerichtet, hat halbwegs große Fensterflächen und bekommt extra nen dunklen Boden, der die Wärme gut absorbiert. Dass das sehr gut funktioniert, können wir in unserer derzeitigen Wohnung gut beobachten.
    Zum Thema Rentabilität diverser Heizungsformen werde ich demnächst vielleicht mal was posten.

    LG

    Falk

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Falk,
    ich kann Deine Bedenken gegen die Photovoltaik verstehen. Wir haben uns vor drei Jahren auch dagegen entschieden und freuen uns (zumindest seit einer Woche) wieder über den Ertrag unserer Solaranlage.
    Eins jedoch zum Klarstellen: Von Photovoltaik zum Heizen habe ich nicht gesprochen, sondern vom Betreiben der Wärmepumpe. Von der Bereitstellung der Wärmeenergie ist das nichts anderes als die Sonneneinstrahlung direkt in Wärme umzuwandeln wie bei der Solarthermie. Auch über die Effizienz kann man geteilter Meinung sein. Was hilft Dir eine Solaranlage bei diffusem Licht, bei leichter Sonneneinstrahlung oder bei Sonnenschein bei großer Kälte? Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Sole häufig nicht auf eine ausreichende Temperatur aufgeheizt wird um den Pufferspeicher zu laden. Umgekehr ist es im Sommer. Meistens ist der Speicher schon am Vormittag voll. Die höhere Energieeffizienz ist in beiden Fällen nicht hilfreich. Zudem sollte die WP auch im Winter eine COP von etwa 3 schaffen. Somit wäre der Wirkungsgrad schon einmal auf dem Niveau der Solaranlage. Im Sommer ist sie noch deutlich höher. Die Photovoltaikanlage würde auch im Winter zum Heizen des Hauses und zur Warmwasserbereitung beitragen. Von Unsinn kann gelinde gesagt nicht die Rede sein.
    VG
    Sven

    AntwortenLöschen
  6. Hallo zusammen,

    wir verfolgen euren Blog schon seit langem und haben bereits viele hilfreiche Tipps und Informationen gefunden.

    Wie habt ihr jetzt das Thema mit der Heizung gelöst? Nehmt ihr die LWWP von ProHaus oder macht ihr Heizung bauseits, also von einen Heizungsbauer?
    Wenn ja, wieviel bekommt man denn für den Standard Vallaint Gasbrennwertkessel inkl. der Solarkollektoren von ProHaus gutgeschrieben?


    AntwortenLöschen
  7. Hallo!
    Die Heizung kommt bei uns bauseits. ProHaus hätte für die einfachste Elco LWWP 11k haben wollen. Wohlgemerkt nur für das Material! Das Thema Heizung wird von den Verkäufern gern heruntergespielt, aber tatsächlich ist es exterm schwer nen Heizungsbauer zu finden, der eine "fremde" Heizung anschließt. Ob ProHaus HWK-Monteure empfehlen kann, die auch Fremdmaterial anschließen, weiß ich nicht.
    Die Heizung konnte nur zusammen mit der Solaranlage abgemustert werden.
    Wir hatten in unserem Angebot die "große" mit 5 Kollektoren drin.
    Im Angebot schimpfte sich das "ecoTEC+, VPS SC 700 +5x auroTHERM classic".
    Der Entfall der Heizung plus Solar war in der Zusatzvereinbarung als "Entfall Heizungsanlage, Standard Heizung + MP ecoTec Anlage" vermerkt. Gutschrift für alles: 7420,00€. Die Vaillant Therme kostet Normalsterbliche heutzutage kaum mehr als 2,5k€. Wieviel ProHaus dafür im EK bezahlt, kann man sich vorstellen.

    Gruß

    Falk

    AntwortenLöschen
  8. Hallo Falk,

    genau die gleichen Erfahrungen haben wir auch gemacht.
    Wir haben uns für die Daiking Altherme 700S6 LWWP entschieden für 7101€ Aufpreis (inkl. FBH im EG+DG).
    Mal ganz abgesehen davon das ProHaus eine FBH verkauft/plant ohne Heizlastberechnung ist es in der Tat sehr schwierig ein Heizungsbauer zu finden der eine Heizung installiert die nicht von ihm selber kommt.
    Deshalb werden wir auch die Heizung komplett abmustern.
    Wir haben jedoch nur die Standard Vaillant Gastherme im Grundpreis + 2 Solarkollektoren.
    Ich hoff da gibt es mind. 4500€ erstattet.

    Grüße Tobi

    Wir haben uns mal erlaubt euch in unserem Bautagebuch zu verlinken ;)

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Tobi,

    wie ist der Link zu eurem Tagebuch? Dann verlinke ich euch auch!

    Gruß

    Falk

    AntwortenLöschen
  10. http://pappelweg-ruschweiler.blogspot.de

    Danke.

    AntwortenLöschen
  11. Hallo,
    wir haben die Heizung auch abgemustert und bauseitig bezogen. Dies haben wir aber erst in der Bemusterung entschieden, da uns von unseren Traum LWP und wasserführender Kamin abgeraten wurde – wir haben bis jetzt keinen Kamin … ist aber vorbereitet ). Auf jedenfall stand damals also im Vertrag LWP von Daikin etc. Bei der Zeile der Bodenplatte stand inkl. Fundament für die LWP Außeneinheit … es hat nun fast ein ¾ Jahr gedauert, aber jetzt habe ich endlich eine Lösung. Die Heizung wurde uns nämlich mit wieviel Verlust auch immer gut geschrieben … über dieses Fundament wurde nie wieder gesprochen. Ich hab immer wieder nachgefragt und nun hat der Ausstattungsberater und eine Gutschrift iHv 400 EUR geschickt. Lustig, während der Bauphase waren 400 EUR irgendwie nichts … aber jetzt so 3 Monate nach dem Einzug bekommt man wieder ein Gefühl für Geld und ich freu mich sehr über die 400 EUR. Leider haben wir noch einen Restbetrag offen, da unsere Bodenplatten Abweichung außerhalb der Toleranz … wie ich ProHaus kenne, werden sie dies jetzt erstmal verrechnen. Naja… schauen wir mal 

    Viele Grüße
    Steffi

    AntwortenLöschen
  12. Hallo, danke für den tollen Beitrag.
    Wir haben die Heizung auch ausgemustert und wollen nun zu einem Flüssiggastank mit unserem Hamburger Haus wechseln. Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir eine Solaranlage integrieren, sind uns aber noch nicht einig geworden.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mittlerweile sind die Kosten für Flüssiggas etwas transparenter geworden.
      Ob sich der Kauf eines Flüssiggastanks gegenüber der Miete und damit Bindung an einen einzelnen Versorger rechnet, war damals nicht rauszubekommen. Infos über die Konditionen von Versorgungsverträgen gibts im Internet kaum.
      Unsere Wärmepumpe war zwar schweineteuer, aber Stromkosten von 66€ im Monat für Heizung und Warmwasser finde ich OK.

      Löschen