Sonntag, 27. Oktober 2013

Spanplatten, Spanplatten und kein Ende...

So langsam neigt sich unser Stapel seinem Ende zu.


Mittleweile sind wir mit dem Beplanken der Wände im OG größtenteils fertig. Allerdings steht noch keine Vorwand-Installation und einige Abkastungen müssen später auch noch verkleidet werden.
Wenigstens hat sich meine Entscheidung bei der Anlieferung des Ausbaumaterials erstmal sämtliche Spanplatten im EG zu lagern, als praktikabel erwiesen. Als wir mit dem Beplanken im OG angefangen haben, haben wir ausgemessen, wie viele Platten wir ohne Zuschnitt im OG verarbeiten können. Das waren insgesamt gerade mal 16 Stück. Also haben wir am Beginn nur selbige 16 Platten hochgeschleppt und alle anderen Platten weiterhin im EG zugesägt. Die Zuschnitte waren halt wesentlich leichter zu transportieren. So wie es aussieht, wird wir wohl so gut wie keine Platte übrig bleiben.
Im Augenblick haben wir noch 9 Stück. Wie oben bereits gesagt, werden wir aber noch ein paar brauchen. Bin mal gespannt ob es ausreicht. Dass wir verschwenderisch mit den Spanplatten umgegangen sind, lasen wir uns nicht vorwerfen, da die Reste zum großen Teil aus ca 25 Streifen von maximal 25cm Breite bestehen. Sonst haben wir alles "verwurstet"


Bei der Trennwand zwischen Kinderzimmer 1 und 2 haben wir mal wieder mit Richtlatten nachgeholfen um die Wand in eine halbwegs gerade Form zu bekommen. 

Obwohl die Außenwände auch nicht besonders senkrecht sind, haben wir nicht korrigierend mit irgendwelchen Unterlegplättchen nachgeholfen. Da an den Giebelwänden später kaum große Schränke Platz haben, sollte das halbwegs wurscht sein.
Bedenkt man, dass die tragenden Innenwände ja bereits einseitig beplankt waren, habe ich meine Zweifel, dass wir für die Wände mit 122 Gipskartonplatten hinkommen werden.

Was ich beim letzten Post noch vergesen habe:
Man soll es nicht glauben, aber unser Haus ist mittlerweile fertig verputzt! Genau eine Woche nachdem der Armierungsspachtel aufgetragen wurde, sind die Verputzer vorletzten Samstag, also den 19.10. wieder aufgekreuzt und haben das Haus an einem Tag fertig verputzt. Da wir gerade anwesend waren, sollten wir anschließend auch gleich die Abnahme unterschreiben. Die Jungs dachten ich unterschreibe denen das einfach. Aber wenn ich die Leistung als in Ordnung abnehmen soll, muss ich sie mir wohl erstmal anschaun.
Siehe da, es waren doch noch einige Nacharbeiten nötig. An der Ecke zwischen Wohnzimmerfenster Südwest und West war noch deutlich das Armierungsgewebe zu sehen; das Fensterbrett am Küchenfenster war immer noch schief, obwohl ich bereits zu Beginn der Arbeiten ausdrücklich darauf hingewiesen hatte; der Putz auf der Ostseite hatte bereits einen deutlichen Kratzer und an den Ortgang-Brettern und an den Traufkästen waren überall noch Spritzer vom Spachtel. Da es berits langsam dunkel wurde, waren keine weiteren Mängel erkennbar. Am Sonntag haben wir dann gesehen, dass vom Spachtel noch genügend Spritzer übrig waren. Also bin ich mit einem Lappen bewaffnet über das Gerüst geturnt und habe sämtliche lackierten Teile nochmal gereinigt. Einige Sachen habe ich nicht restlos wegbekommen, was uns zwar etwas ärgert, aber letzten Endes doch verschmerzbar ist, da die meisten Flecke vom Boden aus mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar sind. Wenn man aber vom Gerüst aus den Putz überall aus nur 30cm Abstand betrachtet, findet man genügend Stellen, wo man das Armierungsgewebe durchscheinen sieht. Ich hoffe mal dass das nur kosmetische Probleme sind. Alles was vom Boden aus sichtbar ist, sieht jedenfalls OK aus, so dass wir im Großen und Ganzen doch zufrieden sind.
Positiv ist aufgefallen, dass der polnische Trupp sämtliches Verpackungsmaterial und allen sonstigen Müll entsorgt hat. Außerdem haben sie sich Mühe gegeben und alle Putzdeckel an den Außensteckdosen und Schaltern sichtbar gelassen, so dass ich später nicht auf die Suche gehen muss.
Leider steht das Gerüst immer noch, so dass es noch keine gescheiten Bilder vom Haus gibt.
Momentan sieht es so aus:





Was uns mal wieder echt "Hoffnung" macht, ist die Tatsache dass uns ein halber Eimer Putz übergeben wurde, mit dem Hinweis, dass beim Abbauen des Gerüsts fast immer irgendwo am Putz angeeckt wird und die Gerüstbauer das Zeug brauchen, um die Schäden wieder zu beheben. Mittlerweile ist eine Woche rum und das Gerüst steht immer noch. Wenn das bis zum kommenden WE nicht weg ist, bauen wir es selber ab. Langsam nervt es, dass wir außen am Haus fast nix machen können, weil es ständig im Weg ist.

Da das Gerüst weiter im Weg ist, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und "noch schnell" die Hausnummer montiert. Mir ist an einem anderen Haus eine hinterleuchtete Edelstahl-Nr. aufgefallen, die ich total schick fand. Leider listet Onkel Google fertige Nummern mit Beleuchtung nur zu exorbitanten Preisen, so dass mal wieder Eigenbau angesagt war.

Um die Punkte für die Bohrungen in der Wand markieren zu können, haben wir die Zahlen erstmal in richtigem Abstand voneinander auf einen Karton geklebt, diesen an die Wand gehalten, ausgerichtet und die Bohrungen markiert. (Einfach so fest gegen den Putz drücken, dass die Gewindestangen Abdrücke hinterlassen - das war's schon)

 "Bohren" kann man das EPS mit einem Kreuzschraubenzieher.

Anschl. habe ich die Zahlen wieder entfernt und die LEDs mittels doppelseitigem Klebeband fixiert. Um die passenden wasserdichten LEDs zu finden, war auch wieder fast 2h Recherche nötig...

 LEDs mit 2K-Kleber fixieren, damit sie auch wirklich dauerhaft halten.

Kabel anlöten und mit Schrumpfschlauch versiegeln.

Fertig! Die LEDs sind zwar 12V Typen, da selbige für meinen Geschmack aber viel zu hell sind, betreiben wir sie momentan mit 9V.

 Wie immer habe ich verpennt ein Foto bei Tageslicht zu machen. Reiche ich demnächst nach.

Kommentare:

  1. Magst Du uns verraten wo Du die wasserdichten LEDs bestellt hast :)
    Danke vorab!

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  2. Hallo Falk,
    wenn die Abnahmen nach Fertigstellung einzelner Teilleistungen nicht vertraglich festgeschrieben sind, solltest Du gar keine Teilabnahmen unterschreiben. Mit Abnahme laufen die Gewährleistungsfristen und Du bist schnell in der Situation bei eventuellen Mängeln nachzuweisen, dass sie bereits vor Abnahme vorhanden waren.
    Wenn Du Deinem Baupartner entgegenkommen möchtest, dann vereinbare eine Bauzustandsfeststellung über einzelne Gewerke/Teilleistungen. Inhaltlich das gleiche, rechtlich aber ist es anders zu bewerten.
    Viele Grüße
    Sven

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    1. Hallo Sven,

      danke für den Tipp. Habe bei der genauen Inspektion aber gottseidank nix gravierendes gefunden.

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  3. Das Problem mit dem Spanplatten kommt mir bekannt vor! Wir haben auch noch zwei nachgekauft, allerdings nicht bei ProHaus, denn der Logistikaufwand wäre viel zu hoch gewesen und es hätte viel zu lange gedauert. Die schicken ja keinen LKW für zwei Platten los.

    Mit dem Gipskarton sind wir hingekommen, wir hatten am Ende noch jede Menge Deckenplatten übrig, da wir ja die Badezimmer mit grünem Gipskarton verkleidet haben, auch an den Decken.

    Sieht aber schon super aus eurer Haus!!

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  4. Hi Nadine,

    man solls nicht glauben, aber gestern wurde eine Hälfte vom Gerüst abgebaut. (Offensichtlich kam dann wohl "Christian" dazwischen so dass der Abbau erstmal agbebrochen werden musste.)
    Durch die Umstellung auf Winterzeit gibts dann Fotos frühestens am WE.

    Gruß

    Falk

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