Montag, 16. September 2013

KW 37

Diese Woche haben wir weiter Wände mit Spanplatten beplankt.
Die tragende Wand zwischen Küche und Flur macht leider auch einen ziemlichen Bogen und ist in der Mitte um fast 5mm nach außen gewölbt. Da wir diese Wand wohl kaum gerade biegen können, behelfen wir uns mit dem Unterlegen von dünnen HDF Plättchen. Der Aufbau-Trupp hatte davon massig dabei und ich war so frech und habe die Jungs gefragt, ob sie uns einen Karton da lassen können. Die Plättchen sind zwar nur 3mm dick, aber mit den verbleibenden 2 mm Abweichung sollten wir leben können. An dieser Wand sollen später eh nur Hochschränke stehen, so dass das relativ wurscht sein dürfte, dass die Wand etwas krumm ist.




An die Wand zur Kammer sollen später mal Hängeschränke. Die war aber von sich aus exakt gerade, so dass wir hier nicht "tunen" mussten.

Da unser Haus nächste Woche verputzt werden soll, kümmern wir uns momentan erstmal um die Sachen, die die Fassade betreffen. Im Prinzip sind nur noch zwei wichtige Dinge vor dem Verputzen zu erledigen. Zum einen der Durchbruch und die Montage des Abluftgitters für die KWL und der Einbau der Wanddurchführung für den Außenschornstein des geplanten Kamins.

Raab Wanddurchführung aus Kalziumsilikat, auch bekannt als Promasil.

Es zieht wie Hechtsuppe!

Damit wir die Wanddurchführung einsetzen können, musste ein Wandstiel ausgesägt werden. Damit die Statik nicht leidet, haben wir vom Holzhandel einen Balken besorgt, der direkt daneben montiert wird. Allerdings hat der Balken nur 14cm Tiefe statt 15cm. Meine Anfrage nach einem 15cm dicken Balken wurde nur mit der Frage: "Fertighaus?" beantwortet. Im Holzhandel gibt es nur gerade Maße. Der Ersatz ist zwar nur 14cm tief, dafür aber 8cm dick. Das sollte mehr als ausreichend sein.

Nachdem wir das Loch in die Wand gesägt hatten, habe ich erstmal die benötigte Stärke der Durchführung ausgemessen. In unserem Fall waren das 264mm (Wandstärke - Dicke der Putzträgerplatte + Dicke der Spanplatte innen). Beim Kürzen der Wanddurchführung habe ich mich an den Tipp von Raab gehalten, d.h. wir haben die Durchführung umlaufend mittels Handkreissäge und Führungsschiene angesägt und den Rest dann mit der Bügelsäge gekürzt. Das hat überraschenderweise auf Anhieb geklappt.


Reststück

Die Schnittfläche der Durchführung haben wir noch kurz mit dem Dreeickschleifer plan geschliffen und anschl. die Putzträgerplatte aufgeklebt. Das Ergebnis haben wir erst einmal trocknen lassen, am nächsten Tag in den Ausschnitt eingesetzt und mit Montageschaum fixiert.


Anschließend haben wir den Ersatz-Balken montiert. (wieder mit doppelter Sicherheit, d.h. geklebt und geschraubt.


Um das Loch zu verschließen, habe ich ein Rohr aus EPP-Schaum eingesetzt, dass fast genau den selben Außendurchmesser wie das Loch der Durchführung hat. Theoretisch hätten wir die Öffnung mit Bauschaum füllen können, aber wenn wir später tatsächlich mal einen Kamin aufstellen wollen, muss die Füllung ja wieder raus. Deshalb habe ich das Isolierrohr genommen. Wenn wir später den Putz an der Durchführung entfernt haben, ziehen wir das Rohr einfach raus und müssen die Öffnung nicht noch mühsam frei kratzen.

 Bündig eingesetzte Wanddurchführung

Das Innere des Rohres haben wir mit einem Rest Dalmatinerplatte gefüllt.


Auf dem Foto schlecht zu sehen: In der Mitte sitzt eine Edelstahlschraube.
Ich hoffe dass die Verputzer die so stehen lassen können, dass man sie später noch sieht.


Innen haben wir das Loch mit Dämmwolle gefüllt. Später kommt da eine Dampfsperre aus Alufolie und eine 20mm dicke Brandschutzplatte drauf (alles im Lieferumfang der Wanddurchführung dabei). D.h. dass wir an dieser Wand die Gipskartonplatten aufdoppeln müssen, weil die Brandschutzplatte sonst heraussteht.

Das nächste Projekt war die Durchführung für die Fortluft der KWL. Eigentlich war seitens Pluggit vorgesehen, die Fortluft neben einem Kellerfenster über den Lichtschacht zu "entsorgen". Dann hätten wir aber auf jeden Fall einen größeren Schacht und ein weiteres Loch in der Kellerwand gebraucht. Das Loch hätten wir evtl. noch ohne Aufpreis bekommen, den größeren Lichtschacht aber nicht. Auch seltsam: ich bekomme einen Komplett-Preis für das Haus, incl. KWL - der Fortluftanschluss ist aber aufpreispflichtig...
Ich habe mich jedenfalls gegen diese Variante entschieden und eine Verlängerung des Abluftrohrs nach oben in das EG bestellt. Wir führen die Fortluft im Bereich der Garderobe nach draußen. Der zusätzliche Durchbruch in der Kellerdecke hat nix gekostet, die Verlängerung des PP-Rohrs um 2,5m: 180€.

Eigentlich wollte ich den Anschluss in Deckenhöhe setzen, ich habe aber nirgends eine konkrete Anweisung oder Vorschrift gefunden, die eine bestimmte Mindesthöhe vorschreibt. Wenn wir die Luft über den Lichtschacht ausblasen, ist die Höhe ja auch 0cm. Also habe ich den Durchbruch in ca. 1m Höhe über Außengelände gesetzt. Spart Rohr und erleichtert die Montagearbeiten. Wenn man will, kann man über 200€ für eine wärmebrückenfreie Wanddurchführung für die Abluft bezahlen. Oder man bastelt sich die wärmebrückenfreie Durchführung selbst aus ohnehin vorhandenem Material. Das mitgelieferte PP-Isolierrohr eignet sich für diesen Zweck ideal. Wenn man dann noch ein eigenes Abluftgitter einsetzt, welches kein nach innen ragendes Metallrohr hat, so wie die schlimme Augenwurst von Pluggit, ist alles geritzt. Leider wird das bestellte Edelstahlgitter seit Freitag von DHL in der Packstation gefangen gehalten.

Willkommen auf der MS Hassenroth!

Stichsäge hilft nur begrenzt, da zu dicht am Wandstiel.

 Passt.

 Ausschäumen, aushärten lassen und bündig abschneiden. Fertig!

Das Loch haben wir erst einmal mit Dämmwolle gefüllt, da es sonst zieht wie'd Sau.

Ansonsten haben wir noch ein paar Wände beplankt. Im Ausbauordner steht, dass man erst einmal die Außenwände bestücken soll. Im Bereich von angrenzenden nichttragenden Innenwänden soll man die Spanplatte an der Wand zwischen dem Gerüst für die Innenwand durchziehen. Das macht riesig Spaß, wenn der Wandstiel der Innenwand zwar weit genug von der Außenwand weg ist, der Ober-  und Untergurt aber bündig mit der Wand abschließt. (wie in unserem Fall). Mir ist keine andere Lösung eingefallen, als die Platte dreizuteilen, oben und unten auszuklinken und anschl. die Stücke nacheinander einzusetzen (das Mittelstück natürlich zuletzt).

Kommentare:

  1. Sieht ja alles sehr professionell aus :-). Das mit dem 3 teilen der Platten steht doch auch so im ausbackender drin :-p

    Liebe Grüße aus Sulzfeld

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  2. Das mit dem dreiteilen der Platten im Ausbauordner bezieht sich eher auf den leichteren Transport. Um auf diese Lösung zu kommen, muss man nicht unbedingt Nobelpreisträger sein. Habe das nur gepostet um mal zu schauen, ob jemand anders evtl. ne bessere Idee hat.
    Ausbackender? iPhone? Ich muss auch immer über die Vorschläge lachen, die mein Telefon unterbreitet. Auf Ja/Nein-Fragen, antworte ich öfter mit "Heppenheim". Das ist der Korrekturvorschlag von Apple zum Wort "Jupp".

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  3. Geil. :-) ja iPhone .... Siehste das hätte ich jetzt gar nicht bemerkt. Blödes Ding. Bei mit kommende auch die seltsamsten Wörter raus.

    Aber nochmal zum Thema. Ja deine Lösung mit dem drei teilen hatten wir genauso gemacht. Hat auch Super geklappt. Es waren ja Gott sei dank nicht so viele Ecken so das so war.

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  4. War bei uns nicht anders. Wenn ich Pluggit Rohre sehe bin ich froh dass wir das alles fertig haben.
    So eine Kamindurchführung haben wir auch eingebaut, die sitzt in der Innenwand, ist aber vom prinzip dasselbe.

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