Montag, 3. Juni 2013

Erdarbeiten

Heute wurde unser Steinbruch wieder zugeschüttet - soweit es eben möglich war.
Da nur ein geringer Teil des Aushubs zum Widerverfüllen geeignet war, sind insgesamt 280t Recyclingsand verbaut worden. Bin gerade etwas schreibfaul, deshalb mehr Bilder und weniger Text.


Der erste LkW mit Sand rollt an.










 






Das senkrechte Rohr links im Vordergrund war meine Idee. Da der Keller ungefähr 50cm tief im Grundwasser (bzw. geneuer gesagt aufstauendes Schichten- und Sickerwasser) stehen wird, will ich damit die Pegelstände vorne am Haus (hangobere Seite) und hinten, wo der Sickerschacht / Pumpensumpf ist, vergleichen. Ich hoffe, dass sich kein großer Unterschied ergibt. Da die Lichtschächte nicht wasserdicht sind, darf das Wasser nur bis zur Unterkante steigen. Wir hatten den Grundwasserstand an der oberen Bohrung, die beim Bodengutachten gemacht wurde, beobachtet. Der Pegel lag immer so bei ca. 50cm, so dass eigentlich nichts passieren dürfte. Andernfalls müssten wir das Wasser über den Sickerschacht abpumpen, was allerdings keine Dauerlösung ist. Im Zusammenhang mit dem Wasserstand gibt es bereits den ersten Ärger mit Gussek + Wolts. Unser Baugutachter hat mich darauf hingewiesen, dass die Perimeterdämmung an den Kellerwänden bei aufstauendem Wasser vollflächig verklebt werden muss, um ein Hiterspülen der Dämmung zu vermeiden. Die Dämmung wurde aber nur punktförmig verklebt. G+W ist der Meinung, dass eine punktförmige Verklebung trotzdem ausreicht. Mal schaun, ob wir wirklich noch einen Anwalt bemühen müssen, um das zu klären.







Die Verlegung des Erdwärmetauscherrohrs haben wir dann noch einmal geändert. Sie endet vorerst am Kontrollschacht (der durch das Gefälle zum Haus hin im Prinzip überflüssig geworden ist) an der südlichen Ecke unseres Grundstücks. Da das Rohr insgesamt aber mindestens 40m lang werden soll, werde ich dort ein Winkelstück setzen und dann Richtung Norden weiter verlängern. D.h. der Kontrollschacht kommt dort wieder weg und wird später am Anfang des Rohres stehen, da der Knick später die höchste Punkt des Rohrs sein wird. Wir werden dann also zwei Punkte, an denen Kondensat anfällt, haben, also am Anfang und am Ende des Rohrs. Ist aufgrund der Hanglage des Grundstücks halt nicht anders machbar.





Die Tiefbauer haben ziemlich geflucht, weil unsere Lichtschächte absolut nackig waren, d.h es war nicht einmal ein kurzes Rohrstück am Fußpunkt montiert. Damit bei Regen nicht jedes Mal der Schacht verdreckt wird, wurden die Öffnungen mit Vlies abgedeckt. Der Recyclingsand sollte sickerfähig genug sein, dass das Wasser schnell genug abfließen kann.



Langsam lichtet sich das Chaos.




Schotter für die Befestigung des Kranstellplatzes. Zum Feierabend stellte sich dann heraus, dass der Sand nicht reicht und auf der späteren Eingangsseite des Hauses ca. 30cm fehlen.
Da die Deponie, von der der Sand geholt wurde mittlerweile schon geschlossen hatte, wird der Rest am Dienstag Morgen fertiggestellt.



Was ich gut finde ist, dass ein Streifen rund ums Haus bereits mit Splitt abgedeckt wurde. So kann man später ums Haus laufen, ohne hinterher auszusehen wie ein Erdferkel. Die Außenanlagen werden wir wohl kaum noch dieses Jahr in Angriff nehmen.



Feierabend! (Die Kamera hat im Automatik-Modus wohl ein kleines Problem mit Gegenlicht.)


Ein Zeitraffer-Video gibt es auch wieder. Ist aber nicht sooo spannend, deshalb hier nur als Link: Verfüllung Baugrube

Kommentare:

  1. Hallo Falk,

    wir können nur bestätigen, dass es besser ist, die Perimeterdämmung vollflächig zu verkleben. Anfangs haben wir es auch punktuell versucht und sie fiel wieder runter - vom Wind! Das komplette Einbitumieren des Kellers wäre ja auch noch ein zusätzlicher Schutz gegen Nässe.

    Jetzt lässt sich eh nichts mehr ändern bei euch, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Dämmung hinterspült werden kann, wo soll sie denn hin? :-) Und da ihr ne weiße Wanne habt, kann auch kein Wasser rein

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  2. Hi Nadine,

    es geht nicht darum, dass die Dämmung nicht richtig hält und auch nicht um den Schutz des Kellers vor Nässe. Dass der Keller, so wie er gebaut wurde, wasserdicht ist, dürfte gegeben sein. Vielmehr geht es darum, dass Grundwasser zwischen die Kellerwand und die Dämmung läuft und damit die Dämmwirkung mindert. Wenn deine Regenjacke undicht ist und Dir das Wasser am Körper runterläuft, wirst du das bestätigen können. Durch die punktförmige Verklebung entsteht ja sowieso ein Spalt, weil der Kleber ja zähflüssig ist und sich nicht auf null mm plattdrücken lässt. Da die Wände auch nicht eben sind, gibt es an einigen Stellen Spalten von fast 1cm Dicke. An den Kellerfenstern kann man das auch sehen. In den Verarbeitungshinweisen von Deitermann (Dichtmasse) und von DOW (Hersteller der XPS-Dämmung) steht das ganz klar drin. Wenn es kein stauendes Wasser gibt, reicht es aus, nur punktförmig zu verkleben. Die Luft in den Spalten hat ja auch dämmende Wirkung. Wasser ist da kontraproduktiv, weil es ja eher eine kühlende Wirkung hat. Die Mängelanzeige an ProHaus dazu ging gestern raus.

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  3. By The way:Wie macht ihr denn die Bitumendichtbahn über den Sockel,wenn da schon Dämmung und Noppenbahn dran ist?Die Dichtbahn muss Ca 20 cm über der Sockel runter.

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    1. Ich denke mal dass wir einfach mit Bauschaum abdichten, so wie der Dämmungs-Sub von ProHaus das an der Hohlkehle der Sohlplatte auch gemacht hat. Nee, kleiner Scherz, wir arbeiten schon ordentlich. Also entweder wird die Dichtbahn über die Dämmung geklebt oder wir fragen unseren Gutachter mal, wie man das am besten macht. Dass die Dämmung bis oben hin durchgeht, ist ja nicht unsere Schuld. Bei unserem Keller hat die obere Reihe XPS gleichzeitig als Schalung für die Kellerdecke gedient, deshalb wurde sie oben auch mit Tellerdübeln fixiert. Muss gleich nochmal in die Detailzeichnung vom Keller schaun, da müsste es ja zu sehen sein.

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